Israeltour
1 Wüstennacht, 3 Mietautos, 10 Leute - Papa, Boas, Silas mit Schwager & Schwägerinnen, 14 Tage unterwegs, bis zu 40°C im Schatten, 99 Kamele, 999 Wasserflaschen, August 2008. Das war unsere Israel-Tour in Zahlen...
Okay, es waren nicht ganz 99 Kamele. Unsere Mietwagen hatten allerdings auch keine 99 Kamel-Stärken (vielleicht alle 3 zusammen), dafür aber die notwendige Klimaanlage und - ganz wichtig - einen CD-Player.
Auch die Wasserflaschen hatten wir nicht wirklich gezählt. Aber sie gehörten zusammen mit der Kopfbedeckung zur elementaren Grundausstattung. Bei dieser Kopfbedeckung hätten sich Boas und Silas allerdings die Sonnenbrille sparen können.
Jede Abkühlung im Wasser wurde genutzt: Mittelmeer, Bäche in den Wadis, See Genezareth, Gihonquelle in Jerusalem, Totes Meer, En Gedi, Swimmingpools. Besonders toll ist das Wadi Yehudia, wobei einige Strecken nur durch Schimmen mit kompletter Montur überwunden werden können und Wasserfälle zum Duschen einladen.
Neben Abenteuer in Wüste und Wadi waren uns auch Begegnungen mit Menschen wichtig. Spontanes wie hier mit der jungen Mama im Wadi Keziv, aber auch Geplantes.
Geplant war der Besuch bei Zedakah, einer christlichen Organisation die einen wichtigen Dienst an holocaustbetroffenen Israelis macht. Schwager Andreas ist dort im Einsatz, nahm sich für die Israel-Tour aber Urlaub.
Boas: "Wer spielt mit eine Runde Volleyball?"
In Nazareth Village wird gezeigt, wie zur Zeit Jesu gelebt wurde. Silas probiert den Bohrer aus. Sehr sehr lecker war das "first century meal"!
Total windig war es auf dem See Genezareth - hätte ich dem kleinen See gar nicht zugetraut. Manche Geschichte aus der Bibel wird dabei richtig lebendig.
Baden, wo es geht und schön ist. Der Kampf um die Luftmatraze forderte alle Kräfte ;-)
Jerusalem mit Blick auf den Tempelplatz und den Ölberg. Der Baustil ist mit dem typischen hellen Jerusalemstein vorgegeben. Trotzdem treffen hier Welten aufeinander. Eine Stadt mit Jahrtausend alter Geschichte - aber auch mit Zukunft.
Die Altstadt mit den engen Gässchen im Shuk (Bazar) und dem Aushandeln der Preise, fremde Gerüche, Soldaten und Sicherheitskontrollen, Klagemauer, Pizza, eine unglaubliche Hilfsbereitschaft als Tabitha sich am Fuß eine Verletzung zuzog...
Für den Hiskiatunnel braucht man eine Taschenlampe und ist 15...30 Minuten unterwegs um von der Gihonquelle zum Teich Siloah zu gelangen. Die "Siloah-Inschrift" beschreibt, wie König Hiskia den Tunnel von zwei Gruppen von Bergleuten von beiden Enden aus graben lies. Die Bibel erwähnt das Ereignis in 2. Könige 20, 20.
Silas genügte es offensichtlich nicht, nur die Beine naß zu machen.
Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ist sehr einfühlsam und gleichzeitig lebendig aufgemacht und hinterläßt einen bleibenden Eindruck.
Der Stein "Pray for the peace of Jerusalem" steht im Gartengrab.
Totes Meer: tiefster Punkt der Erde mit -400m unter Meeresspiegel, Salzgehalt 33%, Wassertiefe 370m. Fazit: das Wasser ist warm wie in der Badewanne, man schimmt automatisch, Augen trocken halten, sonst brennt's gewaltig.
En Gedi liegt als kleine Oase in der unwirklichen Gegend des Toten Meers. Als vor gut 3000 Jahren noch keine Hotels am Salzmeer standen, hatte sich David dort versteckt, als er vor König Saul fliehen musste.
Heute kann man dort baden, wandern und die Steinböcke bewundern.
Die vorletzte Nacht erlebten wir im "1000-Sterne-Hotel" im Ramon-Krater im Negev. Der Sternenhimmel samt Sternschnuppen und die absolute Stille sind beeindruckend.
Da der Rückflug früh morgens stattfand und wir deshalb um 3:00 Uhr nachts einchecken mussten, nickten wir nach vielen Spielerunden doch noch ein...






























